Unser Selbstverständnis
Die Bürgergemeinschaft hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 1972 die Unabhängigkeit von großen Parteien bewahrt. Unsere Entscheidungen orientieren sich stets an der Sache und am Wohl der Gemeinde Gundelsheim. Abstimmungen nach Parteivorgaben hat es bei uns nie gegeben und wird es bei uns auch künftig nicht geben.
Unsere Ziele
Um die Attraktivität unserer Gemeinde dauerhaft zu sichern, haben wir uns eine Reihe von Zielen gesetzt, die wir im Gemeinderat und im täglichen Leben unterstützen.
- Ausbau Lärmschutz entlang der Autobahnen
- Verbesserung der ärztlichen Versorgung – Ärztehaus
- Städtebauliche Nahverdichtung
- Nutzung der Entwicklungschancen durch die Städtebauförderung
- Förderung ortsansässiger Betriebe
- Unterstützung der Ortsvereine
- Tagespflege und Präventionsangebote schaffen
- Klimaresiliente Grünanlagen
- Unterstützung der Nahversorgung
- Glasfaserausbau
- Bessere Erreichbarkeit der kommunalen Verwaltung durch moderne und digitale Gestaltung der Bürgerbetreuung
Unsere Geschichte
„Erst wenn ich weiß, woher ich komme, weiß ich auch, wohin ich gehe.“, sagt ein Zitat von Edgar Preis. Wir sind stolz auf das, was unsere Gründer geschafft haben und wollen die Gemeinde in ihrem Geiste weiter gestalten.
Die Anfänge 1972 – 1978
Nach dem plötzlichen Tod von Gundelsheims Bürgermeister Georg Wolf (CSU) im Juli 1972 fand daraufhin im Herbst 72 eine Neuwahl des Bürgermeisters statt. Die spätere Gruppe „Bürgergemeinschaft Gundelsheim“ wurde bei der Nomierungsversammlung für den Bürgermeisterkandidaten 1972 ins Leben gerufen.
An der Versammlung nahmen auch Angehörige aller politischen Parteien teil, um eine möglichst breit gefächerte Vertretung in der Bevölkerung zu finden. CSU, SPD und Freie Wähler verzichteten auf einen eigenen Kandidaten und nominierten den amtierenden 2. Bürgermeister Michael Arneth. Sein Wahlergebnis: 98,5%.Die eigentliche Gründung der „Bürgergemeinschaft“ erfolgte erst zur Kommunalwahl1978 mit der Bildung einer eigenen Liste.
Nach dem Rücktritt der vier parteiunabhängigen Kandidaten Michael Arneth, Gerhard Dorsch, Johann Baptist Wolf und Brigitte Zimmermann von der CSU-Liste trafen sich ca. 50 Bürger unter Vorsitz von Hauptlehrer i.R. Max Ament zur Gründungsversammlung der „Bürgergemeinschaft“. Bereits 1972 hatte Arneth mit den anderen drei auf der CSU-Liste kandidiert und war dort gewählt worden. Die vier Parteiunabhängigen waren – nach Vorwürfen des „Trittbrettfahrer“ seitens der CSU – mit dieser zerworfen. Zwar versöhnten sich die beiden Parteien noch einmal, doch ein Bruch konnte nach neuen Attacken durch die CSU nicht mehr verhindert werden.
Man beschloss eine eigene Liste zu formen, da ein Zusammengehen mit den Freien Wählern zu spät war, deren Liste stand schon fest. Allerdings war ein Gegeneinander der beiden freien Listen nicht geplant, was die späteren Listenverbindungen auch bestätigten.
Zu den Begründern der Liste gehörten: Michael Arneth, Gerhard Dorsch, Brigitte Zimmermann, Johann Baptist Wolf, Wendelin Zettelmeier, Johann Kröner, Anton Böhnlein, Hans Neukam und Georg Dütsch (s.o.).
Bürgermeisterkandidat war natürlich der schon amtierende Michael Arneth. Dieser wurde mit 95,3% der Stimmen wiedergewählt und die „Bürgergemeinschaft“ erhielt 6 Gemeinderatssitze. Eine Schlappe für die CSU.
2002 – 2014
Als im Jahr 2002 Gerhard Dorsch aus Altersgründen nicht mehr für das Bürgermeisteramt kandidierte, zogen sich mit ihm viele Gemeinderäte ebenfalls in den wohlverdienten Ruhestand zurück.
Die neue treibende Kraft wurde die Gemeinderätin Gabriele Gottschall. Sie initiierte, dass sich die BG als Verein neu organisierte und seitdem nicht nur zu den Kommunalwahlen präsent ist.
Mit neuen Gesichtern und als Verein formiert gab sich die Bürgergemeinschaft auch ein neues Logo: Das traditionelle orange „BG“ mit dem blauen Schmetterling.
Unter dem Motto „Mitleben – Mitwirken – Mitgestalten“ trat man bei den Kommunalwahlen 2002 an, wobei auf einen eigenen Bürgermeisterkandidaten verzichtet wurde und auch keine Wahlempfehlung abgegeben wurde.
Von der Liste der Bürgergemeinschaft wurden schließlich Gabriele Gottschall, Rudi Kröner, Udo Schneider und Jochen Zahn in den Gemeinderat gewählt. Im Dezember 2004 trat der Gemeinderat Robert Martin aus der CSU in die „Bürgergemeinschaft“ ein und erweiterte das Quartett.
Bei den Gemeinderatswahlen im Jahr 2008 bot die Bürgergemeinschaft mit Robert Martin wieder einen Bürgermeisterkandidaten zur Wahl an, konnte sich aber gegen die anderen Kandidaten von SPD und FW nicht durchsetzen. Insgesamt wurden mit Gabriele Gottschall, Irene Hübner, Udo Schneider und Robert Martin vier Kandidaten der BG in den Gemeinderat gewählt. Gabriele Gottschall wurde außerdem zur 2. Bürgermeisterin gewählt und bekleidete dieses Amt bis zum Ende der Wahlperiode am 30.04.2014.
2014 – 2020
„Mehr Bürgergemeinschaft für Gundelsheim“ – unter diesem Motto trat die BG zu den Kommunalwahlen im Jahr 2014 an.
Trotz eines engagierten Wahlkampfes mit zahlreichen Veranstaltungen und mehr Materialaufwand als zuvor, gelang es nicht, die bisherigen 4 Sitze im Gemeinderat zu halten. Mit Gabriele Gottschall und Udo Schneider waren zwei BG-Gemeinderäte nicht mehr zur Wahl angetreten, die der im Jahr 2008 viele Stimmen gebracht hatten. Dies konnte von den neuen, teilweise in Gundelsheim noch zu unbekannten Kandidatinnen und Kandidaten nicht vollständig kompensiert werden.
Die BG errang bei den Wahlen 3 Sitze im Gemeinderat und ist dort seit dem 1. Mai 2014 mit Irene Hübner, Robert Martin und Gisela Oeckler vertreten. In der konstituierenden Sitzung wurde Robert Martin zum 2. Bürgermeister gewählt, so dass dieses Amt auch weiterhin von einem Mitglied der BG wahrgenommen wird.
2020 – heute
Nach einem enttäuschenden Wahlergebnis ist die Bürgergemeinschaft trotz einer Liste mit kompetenten Kandidaten nur noch mit Robert Martin und Gisela Oeckler im Gemeinderat vertreten. Trotzdem ist es gelungen, dass Robert wieder als 2. Bürgermeister seine Erfahrung im Gemeinderat einbringen kann.
Das Abschneiden haben wir zum Anlass genommen, um einen Generationswechsel herbeizuführen, damit wir bei der Kommunalwahl 2026 mit neuen Gesichtern und mit neuen Ideen an die früheren Erfolge anknüpfen können.

